Wie Du auf die digitale Überholspur gelangst

Katrin Ripken leitet gemeinsam mit ihrem Mann Frank Ripken das Fleischerei-Fachgeschäft Ripken in Augustfehn. Vom eigenen Online-Shop bis hin zu WhatsApp-Bestellungen sind sie absolute Vorreiter, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Wir durften den Familienbetrieb bei dem Beratungsprogramm unternehmensWert:Mensch plus begleiten, um gemeinsam die Herausforderungen der Digitalisierung anzugehen. Warum die digitale Transformation für Handwerksbetriebe so wichtig ist und welche Vorteile sie bietet, erzählt uns Frau Ripken im Blog:

F: Frau Ripken, Sie sagten im Podcast-Interview, dass es Ihnen dank Digitalisierung möglich ist, Auszeiten zu nehmen. Inwiefern hat Ihnen die Digitalisierung dabei geholfen?

A: Auszeiten können wir deshalb nehmen, da es uns die Digitalisierung möglich macht, von überall aus zu arbeiten. Somit gestalte ich mir meine Homeoffice-Tage nach meinen Bedürfnissen. Das heißt, ich kann zum Beispiel morgens erst Sport machen, mich vielleicht auch zum Frühstück verabreden und dann im Anschluss meine Büroarbeit erledigen. Wir arbeiten mit einer Cloud. Das heißt, ich habe auch im Homeoffice Zugriff auf alle Dateien. So lässt sich eine Woche wunderbar gestalten. Und man steckt nicht immer im Hamsterrad.

Katrin und Frank Ripken erhielten im letzten Jahr die Auszeichnung „zukunftsfester Betrieb“.

F: Was sind Ihrer Meinung nach mögliche Herausforderungen für Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung?

A: Herausforderungen für kleine Handwerksunternehmen zum Thema Digitalisierung sind vor allem die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen. Bei uns arbeiten Fleischereifachverkäuferinnen zwischen 40 und 50 Jahren und zwischen 50 und 60 Jahren. Zum Teil haben diese Verkäuferinnen noch nicht einmal einen Drucker oder PC zu Hause. Diese Mitarbeiter haben wirklich Angst, mit der Technik zu arbeiten. Diese Angst den Mitarbeitern zu nehmen und alles Step-By-Step angehen zu lassen, ist eine große Herausforderung. Weiterhin ist es die Zeit, sich mit diesen Dingen wirklich auseinanderzusetzen. Im Alltag meint man, läuft doch alles, aber man vergisst nach vorn zu schauen. Was braucht ein Unternehmen in der Zukunft? Und letztendlich ist es auch eine finanzielle Frage. Möchte man in die Zukunft investieren, wenn man doch selbst in 10 Jahren in Rente geht und den Betrieb abgeben oder verkaufen möchte?

F: Sie haben gemeinsam mit Maren Ulbrich das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch plus durchlaufen. Inwieweit hat Ihnen das bei der digitalen Transformation geholfen?

A: Genau diese Herausforderungen von Punkt 2 sind wir angegangen. Schritt für Schritt haben wir die Mitarbeiter in Teams an dieser Sache mitarbeiten lassen. In Workshops haben wir uns die Fragen gestellt „Was benötigt ein Unternehmen der Zukunft?“, und vor allem: „Wie gehen wir die Dinge an?“. Finanziell wurden wir auch durch die NBank – Digitalbonus Niedersachsen unterstützt. Also, im Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen.

F: Wie wichtig ist es für Handwerksbetriebe, sich mit dem Thema Digitalisierung frühzeitig zu beschäftigen?

A: Ganz klar: Betriebe, die sich nicht mit der Digitalisierung auseinandersetzen, haben in der Zukunft verloren. Wie heißt es so schön: „Wer nicht in den nächsten 24 h mit der Digitalisierung anfängt, den wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben.“ Besonders wichtig ist es auch, junge Menschen, welche „digital“ groß werden, für die handwerklichen Berufe zu begeistern. Und das geht nur, wenn der Betrieb modern wird oder bleibt.

F: Was können Sie Unternehmen raten, die sich bislang weniger mit dem Thema Digitale Transformation beschäftigt haben?

A: Ich kann jedem auch noch so kleinem Betrieb nur raten, anzufangen! Wenn man das nicht allein schafft, sollt man sich, so wie wir, Hilfe holen. Es wird vom Staat so viel angeboten. Man muss diese Angebote nur nutzen! UnternehmensWert:Mensch plus ist eine Möglichkeit, einfach damit zu beginnen. Besser heute als morgen. Mit einem Berater an seiner Seite merkt man ganz schnell, wie gut es läuft und man kommt auf gar keinen Fall vom Weg ab.

Vielen Dank, Frau Ripken, für das spannende Interview! Wir hoffen, durch Sie weitere Betriebe ermutigen zu können, sich der Herausforderung Digitalisierung zu stellen.

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