Das schlummernde Potential Ihrer Mitarbeiter entdecken, fördern und nutzen

Als Betriebsinhaber haben Sie meist das Gefühl, dass Sie der Allrounder im Betrieb sind bzw. sein müssen. Ob es die fachliche Expertise oder auch die Durchführung eines Auftrags ist, andere und auch Sie selbst verlangen von sich, alles zu wissen und zu können. Dieses Problem haben wir schon in den letzten Podcast-Episoden und Blogbeiträgen eingeführt. Letzte Woche hieß es dann, dass Sie Ihre Mitarbeiter delegieren können, also Arbeit auf Ihre Mitarbeiter aufteilen können. Sie lassen Mitarbeiter also in neue Aufgaben reinwachsen, bieten hierbei Unterstützung, z.B. in Form von Rückhalt und genügend Zeit, indem die neue Aufgabe kein zusätzliches Arbeitspäckchen für Ihren Mitarbeiter ist.

Das Innovationspotential der Mitarbeiter nutzen

Doch mit dem Delegieren von Aufgaben, die bislang in der Regel von Ihnen erledigt werden, haben Sie noch nicht das Potential Ihrer Mitarbeiter ausgeschöpft. Als Betriebsinhaber kennen Sie vermutlich zahlreiche Situationen, in denen Sie Aufgaben bearbeitet haben, die Ihnen schwergefallen sind oder für die Sie keine Zeitressourcen hatten. Manchmal bietet es sich daher an, den Blick über die eigenen zwei Hände hinweg zu richten. Schauen Sie, ob es geeignete Mitarbeiter für diese Aufgaben in Ihrem Betrieb gibt. Sie können sich selbst und Ihren Mitarbeiter gegenüber eingestehen, dass Sie nicht alles wissen und machen können, denn das hängt zum Teil mit den eigenen Interessen zusammen. Daher empfiehlt es sich auch, dass Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeiter etwas näher kennen. Ihre Mitarbeiter sind schließlich nicht nur Menschen, die bei Ihnen spezielle und meist festumrissene Arbeiten verrichten und danach aufhören zu existieren. Sie haben Hobbys, Interessen und damit verbunden viele versteckte bzw. schlummernde Talente und Wissen, die ein Innovationspotential mitbringen. Von diesem können Ihr Betrieb, Ihre Mitarbeiter und Sie profitieren.

Ihre Mitarbeiter kennen und aktiv ansprechen, um das Potential zu nutzen

Ein Beispiel finden Sie sicher im Umgang mit den „neuen“ Medien. Das Handwerk lebt mehr denn je davon, dass interessierte und engagierte junge Menschen eine Ausbildung in einem Betrieb absolvieren, weshalb der Markt hart umkämpft ist. Daher wird das Werben und die Werbepräsenz immer wichtiger, um möglichst den oder die geeignete neue Auszubildende zu finden und für den Betrieb zu begeistern. Bereits vor ein paar Jahren haben Sie festgestellt, dass die geschaltete Standardanzeige in den regionalen Zeitungen längst nicht mehr ausreicht. Daher sind Sie beispielsweise im Sinne des Zeitgeistes schon auf Facebook vertreten und werben auch dort um Auszubildende. Aber auch hier merken Sie, dass mehr geht, wissen aber nicht was und wie.

Und hier kommt Ihr Auszubildender oder Ihre Auszubildende ins Spiel. Die junge Generation ist mit den digitalen Medien aufgewachsen und viele kennen sich deshalb auch sehr gut mit den sozialen Netzwerken und den Trends aus. Daher kann es förderlich sein, dass Sie offen auf Ihren Auszubildenden zuzugehen, um ihn mit ins Boot zu nehmen. Ihr Auszubildender kann Ihnen zu den neuen Medien sicherlich wertvolle Hinweise geben und Ihnen darüber hinaus helfen, die Motive und Interessen der jungen Generation aufzufangen. So kann sich herausstellen, dass Sie Jugendliche zukünftig noch über weitere soziale Medien und Kanäle ansprechend gestaltet ansprechen können. Auch kann es sein, dass Sie mithilfe des Auszubildenden die Beschreibung des Berufs aktualisieren oder dieser Ideen bietet, was auf dem Stand der Ausbildungsbörse in der örtlichen Schule nicht fehlen darf.

Ihren Mitarbeitern als Ansprechpartner neuer Ideen dienen, um das Potential zu nutzen

Doch Sie sollten nicht nur Ihre Mitarbeiter kennen, um bei Bedarf deren Expertise einholen zu können. Im Sinne der Betriebskultur ist es auch sinnvoll, dass Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit der offenen Tür für Vorschläge neuer Ideen und Ansätze bieten. Ein offenes Ohr ist die Grundvoraussetzung dafür. Mitarbeiter könnten so vielleicht ein neues Konzept für ein bisher unnötig kompliziertes Ordnungssystem der Werkzeuge vorschlagen. Ein internet- und medienaffiner Mitarbeiter, der in seiner Freizeit gerne mit Fotos und Webdesign arbeitet, schlägt vor, den Internetauftritt des Betriebes hinsichtlich bestimmter Eckpunkte neu zu gestalten. Denkbar ist auch, dass ein Mitarbeiter im Rahmen einer Fortbildung neue Methoden oder ein neues Vorgehen zu einem alltäglich stattfindenden Arbeitsprozess erfahren hat, der deutlich effektiver oder sicherer ist als das alte Vorgehen.

Das sind Ideen, die schnell auf Ebene der Basis des Betriebes entstehen, aber nicht zwangsläufig weitergetragen werden, dadurch keine Beachtung finden und somit schließlich auch nicht umgesetzt werden können. Dabei ist es so, dass vor allem Ideen im operativen Geschäft entstehen. Dort sitzen Ihre Experten, welche die Arbeit ausführen und im Arbeitsprozess auf neue Ideen kommen. Das kennen Sie sicherlich auch aus der eigenen Praxis, wenn Sie im operativen Geschäft Ihre Hand anlegen. Lassen Sie das Potential nicht außer Acht!

Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein

Binden Sie Ihre Mitarbeiter also ein und geben Sie Ihnen die Möglichkeit, Dinge mit Ihnen gemeinsam am Betrieb zu verbessern. Dafür müssen Sie unter anderem mithilfe delegierter Aufgaben Möglichkeitsräume schaffen und anderseits auch das Innovationspotential nutzen. Das Innovationspotential wird nicht automatisch beim Delegieren genutzt. Es bedarf 1.) einer offenen Betriebskultur, in der Sie Ihre Mitarbeiter möglichst hinsichtlich derer Fähigkeiten und Persönlichkeit kennen und einschätzen können und 2.) Sie als offenen Ansprechpartner für Vorschläge und Ideen Ihrer Mitarbeiter zu Arbeitsprozessen, einem neuen und vielversprechenden Weg für den Betrieb usw. Entdecken Sie das noch schlummernde Potential, fördern Sie es und nutzen Sie es. Diese Form der Einbindung der Mitarbeiter in den Betrieb zeigt große Wertschätzung und wirkt sich daher auch positiv auf die Bindung zwischen Ihrem Betrieb und Ihren Mitarbeitern aus.

 

In der aktuellen Podcast-Episode geht es um Führungsstile. Die Beispiele dieses Blogbeitrags ließen sich in verschiedene Führungsstile einordnen. Das Wissen über die verschiedenen Führungsstile kann Ihnen dabei helfen, bewusster zu führen, um die Interessen und die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter optimal mit in Boot zu holen statt Sie mit einem Schleppseil nur mit zunehmen.

 

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