Mitarbeiter brauchen Wertschätzung

Sicherlich kommt es auch Ihnen bekannt vor: Ihre Mitarbeiter scheinen hin und wieder ein Eigenleben zu führen: Sie kommen und gehen, wann sie wollen. Ihre Mitarbeiter glänzen durch Abwesenheit und gefühlt zu vielen Urlaubsanträgen. Ihre Mitarbeiter geben Widerworte, wirken muffig und Sie haben den Eindruck, die Reklamations- und Nachbearbeitungsquote ist einfach viel zu hoch.

Wir leben in einer Zeit, in der sich die Fachkräfte im Handwerk ihren Arbeitgeber aussuchen können. Willkommen in der neuen Arbeitswelt. Fachkräfte kommen nicht in Bussen vor die Tür gefahren. Auch können wir oftmals einen Mitarbeiter, vielleicht sogar Ihrem besten Mann oder Ihrer besten Frau, nicht aufhalten. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Doch was können wir tun, um unser Personal zu halten? Um die nächste Kündigung zu vermeiden und vielleicht doch Bewerber anziehen zu können?

 

Zauberei oder menschlicher Bedarf?

Das zentrale Element heißt Wertschätzung. Mit wertschätzender Führung, einem Lächeln am Morgen und einem Danke für verrichtete Arbeit können wir bei unseren Mitarbeiter Bäume versetzen. Sie glauben es nicht? Tatsächlich wünschen sich unsere Mitarbeiter oft nicht mehr: Einen Chef, der menschlich ist, der sieht, wenn ein Mitarbeiter mit Sorgen in den Betrieb kommt. Ein Chef, der einfach mal spontan mit einer Tasse Kaffee auf der Baustelle steht und entspannt erfragt, wie es den Kollegen auf der Baustelle oder beim Kunden ergeht. Mitarbeiter wünschen sich Nähe zum Chef. Sie wollen gesehen werden und wahrgenommen werden als Mensch – nicht als Maschine. Und ja, ein Chef darf auch Schwächen haben – gerade dann wird er als authentischer Mensch wahrgenommen; vorausgesetzt, er steht trotzdem seinen Mann oder seine Frau und wirkt fokussiert, stark und zielorientiert.

 

Das Wunder der Gesprächsführung

Immer wieder heißt es: Dafür ist doch bei der Arbeit keine Zeit. Doch ist genau das das Mittel der Wahl. Das Tür- und Angelgespräch, der Besuch des Mitarbeiters beim Kunden, die terminierte Besprechung, um die Aufgaben vor- und nachzubesprechen – es gibt viele Möglichkeiten der Kommunikation mit dem Mitarbeiter. Auch das Mitarbeiterjahresgespräch gehört zur Gesprächsführung dazu wie das Mini-Event, das Sie regelmäßig ganzjährig und wiederkehrend planen sollten, um informelle Gespräche, auch Privatgespräche zu fördern. Dazu zählt vielleicht ein Heißwürstchen am Freitag kurz bevor Sie das Wochenende einläuten.

Trotz aller Höchstbelastung durch eine hohe Auftragsflut ist die Nähe zum Mitarbeiter Ihre einzige Chance, um Bindung zu schaffen, um Ihren Mitarbeiter bei Laune zu halten und herauszufinden, was ihm gefällt und nicht gefällt. Nur im Gespräch finden Sie heraus, was Ihr Mitarbeiter braucht und an welcher Stelle Sie ihn „abholen“ können.

 

Investition in Ihre Mitarbeiter

Letztlich haben wir für alles regelmäßige Wartungstermine: Die Heizungsanlage zuhause wird regelmäßig auf aktuelles Befinden geprüft, die Winter- auf Sommerreifen beim eigenen Auto gewechselt. Auch unsere Kinder bekommen gerade in den ersten Jahren regelmäßige Untersuchungstermine beim Kinderarzt, um wiederkehrend zu prüfen, wie es ihnen geht. Warum nur gelingt uns das so schlecht bei unseren Mitarbeitern?

Die Lösung ist eine zielgerichtete Personalentwicklung. Setzen wir uns je Mitarbeiter feste Termine im Jahr, Wartungsintervalle oder auch Mitarbeiterjahresgespräche, wenn wir so wollen. Diese ergänzen wir um die oben genannten Elemente der wertschätzenden Gesprächsführung im Alltag. Dann haben wir schon richtig viel getan, damit sich unser Mitarbeiter abgeholt fühlen kann. Probieren Sie es doch gleich mal aus.

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Fragen und Anregungen zu diesem Blogbeitrag.

 

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