Wie Sie dem Hamsterrad entkommen

Schon beim Klingeln Ihres Weckers ist es klar: Dieser Tag wird wieder stressig. Um acht auf der Baustelle zu sein, vorher noch das bestellte Material abzuholen, um halb neun ein Kundengespräch zu führen – all das macht uns schon am Morgen Stress. Stets sind Eile und eine 100%ige Leistung erwünscht. Typische Stressfaktoren, die jeder kennt. Unser Körper verkraftet solche Situationen, zumindest für kurze Zeit. Stress in einem gewissen Maß kann sogar anregend wirken. Wird alles zu viel, macht er uns jedoch krank.

 

Lassen Sie es nicht soweit kommen: Setzen Sie, wenn möglich, Prioritäten, organisieren Sie Ihre Arbeit und teilen Sie Ihre Zeit gut ein. Durch zusätzliche Entspannung legen Sie dem Stress dann endgültig das „Handwerk“.

 

Ihre persönlichen Stressquellen identifizieren

Nehmen Sie sich die Zeit und Stellen eine Liste zusammen mit Ihren persönlichen Stressfaktoren, die Sie in Ihrem Alltag begleiten und Ihnen das Leben vielleicht unnötig schwer machen. Damit legen Sie den Grundstein, um eine Veränderung überhaupt möglich zu machen und damit auch Ihren Stress reduzieren zu können. Schon kleine Veränderungen können großes Bewirken.

Haben Sie Ihre Stressfaktoren identifiziert, nehmen Sie sich den ersten vor und überlegen, wie Sie konkret etwas daran ändern können. Natürlich sind die Faktoren von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich und können nicht verallgemeinert werden.

Nur Sie als Betriebsinhaber haben es in der Hand, wie sehr Sie sich aufgrund von zu eng gelegten Terminen im Hamsterrad abstrampeln.

 

 

Managen Sie den Stress im Betrieb

Machen Sie negative Stressquellen ausfindig und beseitigen Sie diese, wenn möglich. Allein schon deshalb, um die stressbedingten Arbeitsun- und ausfälle zu minimieren.

Achten Sie zum Einen auf Abwechslung bei Ihren Arbeitsaufgaben. Das beugt Ermüdungserscheinungen vor.

Halten Sie sich nicht an unlösbaren Problemen auf. Mit etwas Abstand lösen Sie sich oft leichter.

Achten Sie auf Ihren Biorhythmus. Führen Sie Tätigkeiten, die volle Aufmerksamkeit verlangen, wenn möglich nicht aus, wenn Sie bereits Ihren Tiefpunkt erreicht haben. Die Leistungsbereitschaft ist in der Regel morgens höher als in den Nachmittagsstunden.

Sorgen Sie für störungsfreies Arbeiten. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Sie nicht zu stören – natürlich in Absprache mit Ihnen. Schalten Sie auch Ihr Handy aus. Denn ständiges Piepen des Handys lenkt von der eigentlichen Aufgabe ab.

Durch eine Frühstücks- und Mittagspause sowie zusätzliche kleine Pausen zwischendurch können Sie entspannen und nötige Energie tanken. Planen Sie diese Pausen fest in Ihren Tagesablauf ein.

Planen Sie Ihre Arbeit im Voraus. Durch die Aufstellung eines Tages,- Monats- oder Wochenplans behalten Sie den Überblick. Kalkulieren Sie möglichst unvorhergesehene Ereignisse mit ein. Und bauen Sie zwischen Terminen ausreichend lange Puffer ein. So geraten Sie nicht wieder in Stress, falls ein Termin mal wieder länger dauert als geplant.

 

Sorgen Sie für Ausgleich

Vor allem aber ist es wichtig für einen gesunden Ausgleich zu Ihrem stressigen Alltag zu schaffen.

Bewegung ist ein sinnvoller Ausgleich und baut den aufgebauten Stress ab. Gehen Sie eine Runde laufen oder ziehen ein paar Bahnen im Schwimmbad. Ihr Körper wird es Ihnen danken. Aber Vorsicht! Übertreiben Sie es nicht! Wenn Sie ein ungeübter Sportler sind, fangen Sie langsam an! Sonst kann die Maßnahme die zum Stressabbau dienen soll, schnell zu Stress führen, wenn Sie aufgrund von Übermut, sich eine Verletzung zu ziehen und dann in Ihrem Betrieb ausfallen.

Auch wenn Sie nur ein paar Minuten an der frischen Luft spazieren gehen und bewusst Ein-und Ausatmen, tun Sie sich schon etwas Gutes!

Versuchen Sie auch bewusst, die Zeit mit Familie und Freunden zu genießen und einfach mal Spaß zu haben und zu lachen.

 

Der Tag hat nur 24 Stunden

Entscheidend aber ist auch Ihr eigenes Zeitmanagement! Sie alleine sind der Herr über Ihre Zeit. Und es liegt allein an Ihnen, sich diese kostbare Zeit richtig einzuteilen.

Planen Sie Ihre Aufgaben und nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um den folgenden Tag zu planen und gedanklich zu gestalten. Wichtig ist auch Aufgaben, die an einen Termin gebunden sind, im Auge zu behalten, um nicht in Verzug zu geraten. Am besten wählen Sie hier einen Kalender, den Sie überall mitnehmen können. So, dass Sie auch unterwegs immer auf dem aktuellsten Stand sind und eventuell Terminanfragen beantworten können.

Und Aufgaben, die sie einfach nicht bewältigt bekommen, legen Sie einfach mal beiseite.

 

 

Delegieren Sie Aufgaben an Ihre Mitarbeiter

Ganz entscheidend für weniger Stress im Arbeitsalltag ist es, dass Sie Aufgaben an Ihre Mitarbeiter deligieren. Seien Sie mutig. Sie können nicht alles alleine wuppen. Deligieren Sie vielleicht an den Mitarbeiter Ihres Vertrauens. Dies wird Ihnen eine Menge Stress ersparen und Sie haben wieder mehr Zeit für die wichtigen Aufgaben. Und auf der anderen Seite motivieren Sie Ihren Mitarbeiter, indem Sie ihm vertrauensvoll neue Aufgaben an die Hand geben und dieser auch an diesen neuen Aufgaben wachsen kann. Die Bindung an den Betrieb wird gefestigt und vertieft.

 

Nehmen Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ernst

Aber nicht nur Ihre Gesunderhaltung sollte an erster Stelle stehen sondern auch die Ihrer Mitarbeiter. Denn nur mit gesunden und auch motivierten Mitarbeitern können Sie das volle Auftragsbuch mit all seinen Aufträgen erfolgreich bewältigen.

Dazu sollten Sie immer ein Auge auf Ihre Mitarbeiter haben und in einem engen Austausch mit Ihnen stehen. Denn nur dann fallen Ihnen vielleicht Veränderungen an Ihren Mitarbeitern auf, sei es eine  Belastung durch zu viel Stress bei der Arbeit oder aber vielleicht auch familiäre Probleme oder andere Sorgen. Wenn Sie solch ein Problem frühzeitig erkennen, sollten Sie Ihrer Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nachkommen und versuchen, eine Lösung zu finden. So umgehen Sie vielleicht lange Ausfallzeiten des betroffenen Mitarbeiters, was Ihnen wiederum eine Menge Stress erspart.

 

Behalten Sie den Stress immer im Auge

Natürlich gehört Stress einfach zu unserem Arbeitsalltag dazu. Gerade in der heutigen Zeit, die so schnelllebig ist. Es geht darum, die Balance zu finden zwischen „normaler Stress“ und „zu viel Stress“. Denn auf Dauer macht zu viel Stress den Körper und die Seele krank. Also: haben Sie stets ein Auge auf sich und natürlich auch auf Ihre Mitarbeiter.

 

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