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Aller Anfang ist schwer – Wie Sie Ihren neuen Mitarbeiter erfolgreich in Ihr Team integrieren

Den richtigen Mitarbeiter für den Betrieb zu finden ist schwer, da gerade der Neuling vieles können muss, das Team perfekt ergänzen und zudem für das gesamte Team sympathisch sein sollte. Diese Vielzahl an Anforderungen erschweren und verzögern logischerweise auch den Einstellungsprozess. Die Bewerber werden kritisch unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Am Ende eines Bewerbungsverfahrens haben Ihr Team und Sie bereits viel Zeit, Nerven, Geld, Kraft und Mühe investiert, um den aus Ihrer Sicht Richtigen auswählen zu können.

Auf jeden Fall rentieren sich diese Investitionen, denn wie uns ein altes Sprichwort sagt: Wer billig kauft, der kauft zwei Mal. Ähnlich ist es eben auch im Bewerbungsverfahren. Der erstbeste Bewerber kann sich schnell als die falsche Wahl entpuppen, was eben nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. Nehmen Sie sich also für das Bewerbungsverfahren, wenn möglich, ausreichend Zeit. Die Suche nach neuen Mitarbeitern kann für einen Betrieb genauso anstrengend sein, wie die Jobsuche für einen Bewerber.

 

Erst einmal den Grundstein legen

Nun haben Ihr Team und Sie sich für einen neuen Mitarbeiter entscheiden können und auch dieser ist von Ihrem Team, dem Betrieb und Ihnen überzeugt. Doch gleich von 0 auf 100 in einem neuen Betrieb durchzustarten ist für Ihren neuen Mitarbeiter natürlich nicht möglich. Bei Auszubildenden ist das natürlich klar, da für diese alles neu ist. Doch auch ein älterer Geselle oder Meister, der nun bei Ihnen anfängt, braucht Zeit um anzukommen, und erstmal eingearbeitet zu werden.

Die gründliche Einarbeitung neuer Mitarbeiter, das sogenannte Onboarding, ist das Fundament des Arbeitsverhältnisses.

Viele Menschen fühlen sich in der ersten Zeit und besonders in den ersten Tagen sehr unsicher und zudem unwohl bei der Arbeit. Die Situation in vielen Betrieben gestaltet sich wie folgt: In der ersten Zeit fehlen noch Werkzeuge für den neuen Kollegen. Der Arbeitsplatz kann noch nicht bereitgestellt werden, weil dieser vielleicht vorher als „Besenkammer“ diente. Diese Besenkammer darf der neue Mitarbeiter dann vielleicht auch noch selbst aus- und umräumen. Neue Mitarbeiter erhalten am Anfang viel zu oft einen unvorbereiteten oder sogar unbrauchbaren Arbeitsplatz, nur eine sehr sporadische Einweisung, bekommen keinen festen Ansprechpartner. Kein alteingesessener Mitarbeiter fühlt sich für den neuen Mitarbeiter zuständig – wie bestellt und nicht abgeholt. Auf diese Weise werden viele neue Mitarbeiter gerade zu Beginn nicht gerade wertschätzend im Betrieb empfangen, ohne, dass das so gemeint ist. Auf Seiten des Betriebes wird dies schlichtweg häufig als nebensächlich oder unwichtig wahrgenommen.

Jedoch demotiviert diese „Begrüßung“, schafft ein erstes schlechtes Bild vom Betrieb und diese Tage bleiben negativ in Erinnerung und werden sich rumsprechen. Machen Sie es anders: Nehmen Sie sich gerade in den ersten Tagen etwas Zeit für den neuen Mitarbeiter und bieten ihm Ihren Rat an und stellen Sie bereits im Vorfeld alle Weichen in Richtung „Willkommen“ und „Ankommen“.

 

Onboarding – Was Sie tun können, um den Mitarbeiter mit an Bord zu holen

Wir haben für Sie eine Liste zusammengestellt, an der Sie sich für das Onboarding Ihres neuen Mitarbeiters orientieren können.

 

  1. Vor dem ersten Arbeitstag gibt es einige Baustellen

Es wurde eben schon gesagt: Nicht gerade der neue Mitarbeiter sollte mit einer Aufräumaktion seines eigenen Arbeitsplatzes starten müssen, die jemand anderes vorher hinterließ. Das ist kein guter Start! Machen Sie es zu Ihrer Aufgabe oder delegieren Sie diese Aufgabe auch zusätzlich an andere Mitarbeiter. Bereiten Sie den Arbeitsplatz so vor, dass dieser einen guten, ordentlichen und vollständigen Eindruck auf Sie macht.

Bevor Ihr neuer Mitarbeiter natürlich bei Ihnen anfängt, informieren Sie Ihre Mitarbeiter darüber: Wer fängt an? Welche Aufgaben wird er übernehmen? Was sind wichtige Informationen, die das Team vorab erhalten sollte?

 

  1. Der erste Arbeitstag ist sehr wichtig, aber noch längst nicht alles

Ohne Frage, der erste Arbeitstag ist wichtig und sollte sich komplett um das Willkommen und Ankommen drehen. Der Mitarbeiter wird am ersten Tag nur eingearbeitet und legt nicht gleich los. Doch am besten ist dafür nicht nur am ersten Tag Zeit. Strukturieren Sie das Onboarding so, dass auch nach einer Woche und vielleicht nach einem Monat nach dem Einstieg nochmal geprüft wird, wie der Mitarbeiter angekommen ist. Vieles ergibt sich nicht gleich am ersten Tag sondern erst nach und nach im Arbeitsprozess. Die Tür ist hierbei in beide Richtungen offen: Ihr Mitarbeiter kann zu Ihnen kommen, aber auch Sie sollten noch einmal ein Mitarbeitergespräch anbieten, in dem Sie nachfragen, wie die Arbeitssituation usw. aussieht.

 

  1. Was am ersten Tag wirklich zählt

Die fachliche Einarbeitung ist wichtig, aber nicht alles. Sie sollten zu Beginn erst einmal die Begrüßung und offizielle Vorstellung der Mitarbeiter im Team und ggf. auch teamübergreifend machen. Am besten übernehmen Sie die Vorstellungsrunde auch persönlich, willkommen heißen ist Chefsache. Nehmen Sie sich etwas Zeit, um Ihren neuen Mitarbeiter auch selbst weiter persönlich kennenzulernen, z.B. bei einer Tasse Tee oder Kaffee.

Natürlich zeigen Sie dem neuen Mitarbeiter den Betrieb und speziell den aufgeräumten und vollständigen Arbeitsplatz.

Am ersten Arbeitstag ist es wichtig, dass Ihr neuer Mitarbeiter die Zuständigkeiten und die Arbeitseinweisung erhält und alles Organisatorische geklärt wird. Gerade zu Beginn kann es sinnvoll sein, dass Sie dem neuen Mitarbeiter einen internen Paten zur Seite stellen. Der betriebsinterne Pate ist die Anlaufstelle und Ansprechperson für den neuen Mitarbeiter bei Fragen, Problemen und begleitet diesen, den eigenen Platz im Betrieb zu finden. Er muss von Ihnen natürlich sorgfältig ausgesucht werden und selbst bereit sein, die Aufgabe zu übernehmen. Mehr zur Patenschaft im Betrieb können Sie hier in einem anderen Blogartikel von uns erfahren.

Gemeinsam mit dem Paten erarbeiten Sie zuvor den Einarbeitungsplan. Dieser dient Ihrem Mitarbeiter als Orientierung für den Beginn. Im Einarbeitungsplan werden die wichtigsten Punkte und ersten Stufen für die jeweilige Stelle festgehalten.

 

Sie beginnen dort, wo Sie geendet sind

Das Onboarding ist ein langer Prozess. Tatsächlich sollten Sie die Grundlogik des Onboardings nie außer Acht lassen, auch dann nicht, wenn Ihr Mitarbeiter schon lange im Betrieb arbeitet. Denn Sie möchten mit Sicherheit auch Ihre Mitarbeiter bei der Stange halten. Das geht jedoch nur, wenn Sie ein offenes Ohr behalten und sich weiterhin um die Anliegen und Nöte Ihrer Mitarbeiter kümmern.

 

 

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